Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom: Woran sich seriöse Angebote erkennen lassen

Der Begriff Ökostrom klingt eindeutig, ist aber nicht immer klar definiert. Physikalisch unterscheidet sich der Strom aus der Steckdose nicht, entscheidend ist der Nachweis darüber, woher die eingespeiste Energie stammt. Für Verbraucher, die einen Anbieterwechsel erwägen, lohnt deshalb ein Blick auf die Funktionsweise von Herkunftsnachweisen bei Grünstrom, bevor sie sich allein vom Preis oder vom Wort grün leiten lassen. Genau deshalb lohnt es sich, Begriffe und Siegel genauer anzusehen, bevor man einen Vertrag unterschreibt.

Herkunftsnachweise werden für jede erzeugte Megawattstunde ausgestellt und beim Verkauf entwertet, damit dieselbe Kilowattstunde nicht mehrfach als grün vermarktet wird. Das System ist EU-weit geregelt. Allerdings sagt ein solcher Nachweis nichts darüber aus, ob der Strom aus einer neuen oder einer seit Jahrzehnten laufenden Anlage stammt. Unabhängige Siegel wie ok-power stellen deshalb höhere Anforderungen. Auch für Unternehmen ist das relevant, wie ein Leitfaden zu Zertifizierung und Strombezug im Gewerbe zeigt.

Dazu gehören ein Mindestanteil aus neueren Anlagen, der Ausschluss klimafremder Altanlagen-Zertifikate und regelmäßige Prüfungen des Anbieters. Das Angebot des deutschen Energieanbieters PLAN B NET ZERO im Zertifizierungsvergleich trägt nach eigenen Angaben das ok-power-Zertifikat und stammt ausschließlich aus europäischen erneuerbaren Quellen.

Auch in einem Porträt wurde darauf hingewiesen, dass das Siegel die Zertifizierung des Grünstroms unabhängig bestätigt. Wer Details nachlesen will, findet sie im Bericht über die Motivation des Gründers und das ok-power-Siegel. Für Kunden ist das ein nachprüfbares Merkmal, das über eine reine Werbeaussage hinausgeht und im unübersichtlichen Tarifmarkt Orientierung bietet. Zudem sollten Verbraucher darauf achten, ob die Erzeugungsanlagen transparent benannt werden und ob die Herkunft in Europa liegt.

Bleibt die Preisfrage. Lange galt Ökostrom als spürbar teurer, doch der Abstand hat sich laut dem Anbieter weitgehend geschlossen, weil der Ausbau erneuerbarer Energien die Großhandelspreise gesenkt hat. Eine Einordnung zur Preisentwicklung bei nachhaltigem Strom in den letzten Jahren greift das Thema auf. Beim Vergleich sollten Arbeitspreis und Grundpreis gemeinsam betrachtet werden, denn nur beide zusammen ergeben ein realistisches Bild. Wer sich hier Zeit nimmt, vermeidet spätere Enttäuschungen und erkennt Angebote, die ihr Versprechen tatsächlich einlösen.

Der Begriff Ökostrom klingt eindeutig, ist aber nicht immer klar definiert. Physikalisch unterscheidet sich der Strom aus der Steckdose nicht, entscheidend ist der Nachweis darüber, woher die eingespeiste Energie stammt. Für Verbraucher, die einen Anbieterwechsel erwägen, lohnt deshalb ein Blick auf die Funktionsweise von Herkunftsnachweisen bei Grünstrom, bevor sie sich allein vom Preis oder vom…